Der Verein

Der Verein »Erinnern für die Zukunft e.V.« existiert seit 1991. Bereits vorher hatte sich zum 50. Jahrestag der Pogromnacht 1988 ein Koordinationskreis »Erinnern für die Zukunft e.V.« bei der Landdeszentrale für politische Bildung gegründet.

Seine Aufgabe ist es, Aktivitäten zu initiieren, zu unterstützen und zu koordinieren, die sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus und seinen Folgen bis in die Gegenwart auseinandersetzen.

Der Verein ist unter der Nummer VR 5290 beim Amtsgericht Bremen in das Vereinsregister eingetragen. Er ist als gemeinnützig anerkannt, zuletzt bestätigt durch das Finanzamt Bremen-Mitte vom 12.09.201 (StNr. 71/609/04318), und finanziert sich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Entstehungsgeschichte des Vereins

Seit dem Frühjahr 1988 hat sich in der Landeszentrale für politische Bildung der Freien Hansestadt Bremen eine große Zahl von Personen, Organisationen und Einrichtungen regelmäßig getroffen, um die aus Anlaß des 50. Jahrestages der sogenannten “Reichskristallnacht” vom 9. auf den 10. November geplanten Gedenkveranstaltungen in Bremen zu koordinieren, Terminüberschneidungen zu vermeiden, Ideen auszutauschen und Anregungen zu erarbeiten. Der daraus entstandene Veranstaltungskalender stand – wie die zentrale Gedenkveranstaltung des Senats der Freien Hansestadt Bremen – unter dem Motto “Erinnern für die Zukunft”. Die positiven Erfahrungen dieser Zusammenarbeit führten zu der Übereinkunft, diese bundesweit unvergleichliche Koordination unter dem Titel »Erinnern für die Zukunft« fortzuführen.

Im Jahre 1989 standen das Veranstaltungsprogramm “40 Jahre Bundesrepublik Deutschland/40 Jahre Grundgesetz” sowie die Aktivitäten aus Anlaß der 50. Wiederkehr des Beginns des Zweiten Weltkrieges im Mittelpunkt der Zusammenkünfte. Ab Mitte 1989 wurde zudem bereits die für das Jahr 1990 geplante große Ausstellung “Die Welt der Anne Frank 1929-1945″ vorbereitet. Diese Ausstellung, entwickelt von der Anne-Frank-Stiftung in Amsterdam, war wiederum nur durch die Bildung eines großen Trägerkreises zu realisieren, der nicht nur zur Finanzierung beitrug, sondern erneut ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung veranstaltete und sich aktiv an der organisatorischen Abwicklung dieses Projektes beteiligte. Die hohen Besucherzahlen sowohl der Ausstellung als auch der begleitenden Veranstaltungen können als großer Erfolg gewertet werden.

Allerdings stellte sich auch heraus, daß die geschäftsmäßige Abwicklung nicht mehr dauerhaft über die Landeszentrale für politische Bildung erfolgen konnte, da dieses zu einer Vernachlässigung anderer Aufgabenbereiche geführt hätte. So entstand im Kreise der Beteiligten der Vorschlag, durch die Gründung eines Vereins »Erinnern für die Zukunft« die Verantwortung nicht nur auf mehrere Personen aufzuteilen, sondern auch die Möglichkeit zu schaffen, sich zusätzlicher Hilfe zu versichern, um so die Arbeit zu verstetigen und auf Dauer zu sichern.
Nach intensiver Diskussion und kritischer Bilanz der Aktivitäten im Jahre 1990 wurde einstimmig im Januar 1991 die Gründung des Vereins »Erinnern für die Zukunft« beschlossen.