Band 3: Was es heißt, Jude zu sein

Titelblatt von Was es heißt, Jude zu sein. Eine Kindheit in Bremen

Eine Kindheit in Bremen

In diesen Erinnerungen beschreibt Dr. Josef Kastein eine jüdische Kindheit in Bremen vor über hundert Jahren. Die Frage nach der Abgrenzung gegenüber den „Anderen“ zieht sich wie ein roter Faden durch den Text. Das Kind Josef beantwortet diese für sich mit einem einfachen: „ein größerer Raufbold zu sein als die Anderen.“ Als Jugendlicher und Erwachsener entwickelt sich Kastein in der Auseinandersetzung mit dieser Frage zu einem bewussten Juden zionistischer Prägung. Eine Entwicklung, die bei einer Studentenfahrt nach Palästina im Jahr 1913 beginnt, und die Kastein mit seiner Auswanderung 1935 konsequent umsetzt. Kasteins Lebensbeschreibungen vermitteln darüber hinaus einen Eindruck des Schul- und Universitätswesens zu Beginn des 20. Jahrhunderts, schildern Begegnungen des jungen Schriftstellers mit Personen der Zeitgeschichte wie Alfred Döblin oder Albert Einstein und gewähren Einblicke in die Lebens- und Arbeitsbedingungen der ersten jüdischen Siedlergenerationen Palästinas.

Band 4: Zwischen allen Stühlen

Coverbild des Buches Zwischen allen Stühlen

Zwischen allen Stühlen

Der Bremer Kaufmann Hans Hespe gelangt als Mitglied eines Reserve-Polizeibataillons nach dem deutschen Überfall 1941 in die Sowjetunion, um im Hinterland der Wehrmacht »Partisanen« zu bekämpfen.
Dabei erlebt er, wie die Führungschargen seines Bataillons mehr als einmal die in blutigen Kämpfen verwickelten, nach geordneten Kräfte im Stich lassen. Er begehrt auf, und dieses Aufbegehren bringt ihn u. a. ins KZ Dachau. Seine Versuche, in der Nachkriegszeit eine Rehabilitation zu erreichen, schlagen fehl. Stattdessen gerät er in DDR-Haft und wird anschließend psychiatrisiert.
Der ehemalige Bremer Bürgermeister Hans Koschnick ordnet die Biografie in einem einfühlsamen Vorwort politisch ein; der frühere Direktor der Psychiatrie im Klinikum Bremen-Ost, Prof. Peter Kruckenberg, beleuchtet den »Fall Hespe« in einem Nachwort aus sozialpsychologischer Sicht.